Heimat, bittersüße Heimat Poster

Heimat, bittersüße HeimaT Deutscher sein ist schwer. Afro-Deutsch noch schwerer.

Es muss nicht alles authentisch besetzt sein. Kaum einem Ensemble in Deutschland gehören schwarze Schauspieler an. Allein deswegen, weil das Stückrepertoire der Theater ihnen zu wenig Rollen bieten könnte, die ein Festengagement rechtfertigen. (Khuon, DT Berlin)

Es ist nicht nur der Neonazi mit Baseball-Schläger, der seiner schwarzen Mitbürgerin auf der Parkbank Gesellschaft leistet. Nein: Es ist auch die rüstige Rentnerin mit Einkauftasche, erfreut von dem exotischen Anblick. Doch die vermeintliche Fremde auf der Bank spricht fließend Deutsch, was ihre neue Nachbarin nun erst recht toll findet: „Deutsch ist eine wirklich schwere Sprache. Die Fälle. Die Endungen. Aber bei Ihnen stimmt einfach alles! Sie machen keinen einzigen Fehler.“ – „Sie auch nicht.“- „Sie haben Humor! Ich mag es, wenn junge Leute Humor haben! Natürlich ist mein Deutsch einwandfrei. Ich bin ja auch Deutsche“ –„Ich auch.“

SYNOPSIS

Heimat, bittersüße Heimat befasst sich mit dem realen und sentimentalen Begriff Heimat und dem diffusen Konzept von Multikultur in Zeiten der globalisierten Gesellschaft. Das Identitätsschauspiel ist ein Ergebnis der Auseinandersetzung (Afro-) Deutscher mit ihrem Heimatland Deutschland, in dem sie sich mal mehr, mal weniger zuhause fühlen. Mehr als ein Blick in die Vergangenheit und Spiegel der Gegenwart ist es ein Ausblick in die Zukunft – humorvoll, gleichzeitig mit viel Tiefgang, jedoch ohne erhobenen Zeigefinger.

CAST

Erstbesetzung

Jonathan AIKINS

Dela DABULAMANZI

Leander GRAF

Moses LEO

Lara-Sophie MILAGRO

Veronica NAUJOKS

Vanessa ROTTENBURG

Zweitbesetzung

Michelle BRAY

Felix FRENKEN

Gennifer HABBASCH

Sithembile MENCK

CREW

Buch & Regie
Lara-Sophie MILAGRO

zusätliche Texte
Dela DABULAMANZI, Leander GRAF

Kostüm & Make Up
Ensemble

Bühne
Ensemble & Edem GAKPO

Technik & Video
Manuel GROSSE & Franz RODECK

PRESSE

„Es ist eine in ihrem bitteren Witz grandiose Performance, eine zutiefst ernste und zugleich knallig humorige Show“
-Dr. Johannes Bruggaier, Kreiszeitung, Bremen

„Die afro-deutschen Schauspieler überspitzen ihre Figuren mit einer deftigen Portion Situationswitz, in dem allerdings auch ungemütliche Töne stecken. Denn es sind Dialoge mit einem Schlag ins Absurde, Situationen, denen mit Vernunft kaum beizukommen ist. Und sie belegen, dass übertriebenes Verständnis zwar gut gemeint sein mag, aber auch nur eine andere Ausprägung von Unbehagen und diskriminierenden Ressentiments zum Kern haben mag.“
-Simone Kaempf, nachtkritik

„Dabei bleibt einem bei vielen Szenen das Lachen auch im Hals stecken, man fühlt sich ertappt. Denn die Vorurteile, mit denen sich ‚Heimat, bittersüße Heimat‘ auseinandersetzt, sind nicht die der ‚bösen Seite‘, der Nazis. Es ist die Ignoranz der vermeintlich aufgeklärten, vielleicht sogar linken Mittelschicht, das politisch korrekt verpackte Unverständnis des Bürgertums.“
-Arianne Lemme, taz, Berlin

TRAILER

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